Ayurvedische Mundhygiene und Zahnpflege
Mit der richtigen Hygiene vorbeugen
Auch im Ayurveda heißt es: “Vorbeugen ist besser als Heilen” – und dies gilt gleichermaßen für die Zahn- und Mundgesundheit. Mit “Swasth Vrata”, einer guten persönlichen Hygiene, können wir auf einfache Weise jeden Tag einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Neben dem sorgfältigen Zähnputzen gehören dazu vor allem die morgendliche Reinigung der Zunge und Gandusha, das Ölziehen.Zähneputzen – A O der Zahngesundheit
Schöne, gepflegte Zähne stehen für Vitalität und Attraktivität. Sie verleihen uns ein strahlendes Lächeln, schenken uns ein gutes Gefühl und sind wichtig für unsere Verdauung, denn sie helfen uns beim Kauen, Nahrung zu zerkleinern. Sorgfältiges Zähneputzen ist einer der ersten Schritte bei der ayurvedischen Morgenroutine und Voraussetzung für die Gesunderhaltung unserer Zähne. Ayurveda empfiehlt das Zähneputzen morgens und abends, aber interessanterweise nicht unbedingt nach jeder Mahlzeit, um ein Abtragen des natürlichen Zahnschmelzes und der „guten“ Bakterien zu verhindern. Jedoch empfiehlt Ayurveda, den Mund nach dem Essen mit klarem Wasser auszuspülen und rät auch zur anschließenden Verwendung einiger Gewürze wie Fenchel, Sesam oder Kardamom, um den Mund zu erfrischen und frischen Atem zu erhalten.- Ayurdent hilft bei der Bekämpfung von Bakterien & Plaque,
- beruhigt das Zahnfleisch,
- verleiht ein wohltuendes Frischegefühl und
- sorgt für lang anhaltenden frischen Atem.
Morgendliche Zungenreinigung – alles andere als Luxus
Ob beim Sprechen, Schmecken oder bei der Verdauung: Unsere feinsinnige Zunge ist ein wertvolles Werkzeug. Grund genug, ihr mehr Aufmerksamkeit zu schenken.Denn: Während der Nacht sammeln sich Toxine und Abfallstoffe bzw. Ama (siehe Hinweise) auf unserer Zunge. Bei manchen Menschen führt das sogar zu einem unangenehmen, spür- und sichtbaren Belag. Diese Beläge treten manchmal aufgrund von Verdauungsstörungen auf.
Wie die Bundeszahnärztekammer bestätigt, können bakterielle Beläge und Speisereste auf der Zunge nicht nur unsere feinen Geschmacksknospen beeinträchtigen, sondern auch zu Mundgeruch führen. Tatsächlich liegen die Ursachen von Mundgeruch zu 90 % im Mund. In gut der Hälfte aller Fälle ist die Zunge für Mundgeruch verantwortlich – genauer gesagt, Stoffwechselprodukte von Bakterien, die sich gern auf der rauen Zungenoberfläche ansiedeln. Regelmäßige Zungenreinigung kann laut Studien den Belag nachweislich verringern und uns eine spürbar saubere Zunge bescheren.
- Zungenreiniger mit beiden Händen an den Enden fassen und waagerecht halten.
- Bogen flach auf den Zungengrund legen und den Zungenreiniger sanft einige Male von hinten nach vorne über die Zunge ziehen
- Den Mund mit etwas Wasser ausspülen und Zungenreiniger unter fließendem Wasser abspülen.
Gandusha – intensiv reinigen mit Ölziehen
Gandusha, heute als „Ölziehen“ bekannt, ist ebenfalls fester Bestandteil der ayurvedischen Morgenroutine. Mit dieser einfachen und preiswerten traditionellen Ölkur reinigst Du Mund und Zähne noch intensiver. Regelmäßig und richtig angewendet, kann Ölziehen nachweislich die Mundhygiene verbessern. Das Einzige, was Du dafür benötigst, sind etwas Zeit und ein hochwertiges Öl. Vaidya Sharma empfiehlt für das Ölziehen möglichst reines, kaltgepresstes biologisches Sesamöl oder Kokosöl. Das Sesamöl sollte „gereift“ sein, also einmalig auf ca. 108 °C erhitzt und nach dem Auskühlen in ein sauberes Fläschchen gefüllt werden. Während Du das Öl intensiv im Mund bewegst und es sich mit Speichel vermischt, kann es Abfallstoffe aufnehmen und so Deinen Mund von angesammeltem Ama (siehe Hinweise) befreien. Dabei erreicht das Öl auch verborgene Regionen wie Zahnzwischenräume und pflegt zugleich die Schleimhaut.- 1-2 Esslöffel warmes Öl in den Mund nehmen.
- Das Öl gründlich im Mund bewegen, durch die Zähne ziehen und damit gurgeln.
- Nach ca. 3 Minuten das weiß und schaumig gewordene Öl in ein Papiertuch oder ein Behältnis entsorgen (nicht ins Abwasser geben!).
- Wenn Du magst, wiederhole den Vorgang. Insgesamt kann das Ölziehen 5-7 Minuten dauern.
- Mund mit Wasser umspülen und auch dieses Wasser noch einmal in ein Behältnis ausspucken.
Ayurdent Zahnfleisch-Pflegeöl – Täglicher Balsam fürs Zahnfleisch
Zum Abschluss der Mundhygiene empfiehlt sich die Pflege des Zahnfleisches mit einem speziellen Pflegeöl. Dazu zweimal täglich nach dem Zähneputzen bzw. der Reinigung des Mundes etwas Zahnfleisch-Pflegeöl mit dem Zerstäuber in den Mund sprühen. Anschließend das Öl für 1-2 Minuten sanft mit einem sauberen Finger in das Zahnfleisch einmassieren.
Unser BDIH/COSMOS NATURAL-zertifizierte Zahnfleisch-Pflegeöl wird nach traditionellen Rezepturen gefertigt. Eingebettet in gereiftes Sesamöl in Bio-Qualität enthält es 21 ausgewählte Kräuter, wertvolle pflanzliche Zutaten und reinste ätherische Öle, die bei der Massage ihren reinen, natürlichen Geschmack und ihre ausgleichende Wirkung entfalten.
Ernährung – Zähne und Zahnfleisch stärken
Im Ayurveda werden die Zähne dem Asthi Dhatu zugerechnet, das auch das anatomische Gerüst unseres Körpers bildet. Asthi bedeutet Knochen. Das heißt, dass unsere Zähne automatisch davon profitieren, wenn wir unseren Knochen etwas Gutes tun. Ein wichtiges Mittel zur Stärkung unserer Knochen ist bekanntermaßen Kalzium, das vor allem in Milchprodukten, aber auch in grünem Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Grünkohl oder Rucola und Fenchel sowie in Nüssen und Sesamsamen enthalten ist. Eine ideale Ergänzung sind laut Vaidya Saurabh Sharma die beiden Nahrungsergänzungen Calcio Care mit natürlichem Kalzium und Moringa. Auch eine gute Versorgung mit Magnesium stärkt unsere Knochen. Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten daher wichtiger Bestandteil unserer Ernährung sein. Achten sollten wir auch auf tägliche, regelmäßige Bewegung (mindestens 30 Minuten Walken bei Tageslicht), um den Knochenstoffwechsel anzuregen und eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung zu gewährleisten. Vorsicht ist stattdessen geboten bei Calciumräubern wie Salz, Koffein, Cola und Limonaden. Keine Frage: Zucker schadet unseren Zähnen! Wer zwischendurch oder gar nachts regelmäßig Süßigkeiten nascht, belastet seine Zähne enorm. Besonders tückisch für den Zahnschmelz ist die Kombination von Säure und Zucker, wie sie in Softdrinks, aber auch Fruchtsäften und -schorlen zu finden ist. Wer (noch) nicht darauf verzichten kann, sollte etwas Wasser hinterher trinken. Feel fresh: Ein einfaches und natürliches Mittel für frischen Atem ist gemäß ayurvedischer Schriften das Kauen von Gewürzen nach dem Essen. Gut geeignet sind Anis-, Fenchel und Sesamsamen sowie Kardamom und Nelke, die nicht nur gut schmecken, sondern auch die Verdauung anregen. Übrigens: Viel zu wenig Beachtung findet das richtige Kauen. Beim Kauen wird unsere Nahrung nicht zur zerkleinert und für die Verdauung im Magen vorbereitet, es werden auch Verdauungssäfte aktiviert. Daher ist gründliches Kauen sehr wichtig. Wie auch der richtige Zeitpunkt fürs Essen. Wer seine Mahlzeiten auf die ayurvedische Tagesroutine abstimmt, kann auf einfache Weise die Bildung von Toxinen verringern.
Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Euch
Euer Maharishi-Ayurveda-Team
Wir danken unseren Experten Dr. Richa Shrivastava und Vaidya Saurabh Sharma für Ihre fachliche Unterstützung!
![Maharishi Ayurveda Europe B.V. [DE]](http://maharishiayurveda.de/cdn/shop/files/mape_logo_85x.png?v=1698321965)



